Interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Perinatalmedizin mit Prof. Dr. Ulrich Pecks

Shownotes

In dieser Folge des NeoCast ist Prof. Dr. Ulrich Pecks zu Gast – Perinatalmediziner, Wissenschaftler und jemand, der sich mit viel Engagement für eine bessere Zusammenarbeit zwischen Medizin und Hebammenwesen einsetzt. Gemeinsam werfen wir einen Blick zurück: Wie hat sich Geburtshilfe eigentlich von einer rein hebammengeführten Begleitung hin zu einer hochtechnisierten Disziplin entwickelt? Und was hat das für die Betreuung von Frauen und Familien bedeutet? Ein zentrales Thema der Episode ist die interprofessionelle Zusammenarbeit – warum sie heute wichtiger ist denn je und was sie wirklich gelingen lässt. Anhand des Beispiels Präeklampsie wird deutlich, wie komplex Schwangerschaftsverläufe sein können und wie entscheidend ein gut abgestimmtes Team aus verschiedenen Fachrichtungen ist.

Wir sprechen offen über Herausforderungen im Alltag: Kommunikationsprobleme, Zeitdruck und Brüche in der Versorgung – aber auch über Lösungen, die bereits heute funktionieren. Besonders im Fokus steht dabei die Rolle der Hebammen, die oft als konstante Begleiterinnen eine Schlüsselposition zwischen Medizin und Lebenswelt der Familien einnehmen.

Zum Abschluss geht es um den Blick nach vorne: Wie könnte eine wirklich familienzentrierte, vernetzte Versorgung aussehen? Und was braucht es, um dieses Ziel zu erreichen?

Eine Folge über Teamarbeit, Perspektivwechsel und die gemeinsame Verantwortung für die bestmögliche Versorgung von Mutter und Kind.

Zum Nachlesen, die Literaturempfehlungen von Prof. Ulrich Pecks:

Die Akte Hebamme: Eso-Tipps für Schwangere

What makes maternity teams effective and safe? Lessons from a series of research on teamwork, leadership and team training

Tim Draycott: obstetrician whose evidence based initiatives helped save the lives of mothers and babies around the world

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Der Podcast dient ausschließlich der neutralen Information, Fortbildung und Unterhaltung. Er ersetzt nicht die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Die Inhalte dieses Podcast spiegeln die persönliche Meinung des Moderators und seiner Gäste wider. Die Referenten verwenden große Sorgfalt darauf, den aktuellen Wissensstand zu präsentieren. Wie jede andere Wissenschaft unterliegt auch die Neonatologie ständigen Entwicklungen. Änderungen sind vorbehalten.

Transkript anzeigen

00:00:00: Die deutsche Stiftung kranke Neugeborene präsentiert.

00:00:04: Der Neocast, Update Neonatologie am Mikrofon Mario Rüdiger Versorgung von Schwallen und Neugebornen des Teamarbeit.

00:00:15: Wenn Sie wissen wollen wie gute interdisziplinäre Zusammenarbeit funktioniert dann sind sie hier richtig.

00:00:20: Ich heiße Sie hat sich

00:00:21: bekommen.

00:00:22: zum

00:00:22: Neocaster die dreiviertel Stunde für alle neonatologisch interessierten.

00:00:26: keine Lust auf Baukeit haben Und trotzdem auf dem laufenden

00:00:29: Bleibball am Mikrophon.

00:00:32: Mein heutiger Gast, Professor Dr.

00:00:34: Ulrich Pex aus Würzburg Hallo!

00:00:37: Heute habe ich mal einen ganz besonderen Gast mit dem ich über interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Perinatalmedizin sprechen möchte.

00:00:43: Prof.

00:00:43: Dr.

00:00:44: Ullrich PeX, uli.

00:00:45: herzlich willkommen im Neocast.

00:00:46: Ja hallo Mario schön dass ich da sein darf.

00:00:49: ja super natürlich gibt es erstmal eine kurze Vorstellung meines Gastes.

00:00:53: du bist Facharzt für Frauenhalken und Geburtshilfe mit dem Schwerpunkt perinatal medizin Und aktuell hast du die Professor für maternale Gesundheit und Hebammenwissenschaften inne.

00:01:02: Am Uni-Klinikum Würzburg leitest du die Geburtshilfe, beschäftigt dich insbesondere wissenschaftlich unter anderem mit Infektionskrankheiten und ihren Auswirkungen auf Schwangerer aber auch mit metabolischen und hyperdämmensiven Schwangerschaftserkrankungen.

00:01:16: Und was ich besonders interessant finde deren Bedeutung für das langfristige Gesundheit von Mutter und Kind Nimm bei, sag ich mal bist du berufspolitisch und in deiner aktuellen Aufgabe als Professor für Hebammenwissenschaften extrem engagiert.

00:01:31: Und insbesondere auf dem Bereich Weiterentwicklung geburtseflicher Versorgungsstrukturen.

00:01:37: Und ein besonderes Anliegen ist es, Klinik-Wissenschaften, Bewissenschaftung und Hebammenarbeit also stärker zu verzahlen und damit die interprofessionelle Zusammenarbeit in der Perinatalmedizin nachhaltig zu verbessern.

00:01:49: Dieses Ziel setzt unter anderem im Vorstand der DGPM um.

00:01:52: Du bist seit Dezember viel zu Präsident der Fachgesetze, aber darauf kommen wir später noch mal zu sprechen.

00:01:58: Soweit eine ganz kurze Vorstellung deiner Person?

00:02:00: Was habe ich vergessen was für dich noch von bedeutend ist?

00:02:04: Das sind ja jetzt schon viele Aufgaben, aber eben neben diesen ganzen Aufgaben darf natürlich auch die Freude am Leben nicht verloren gehen.

00:02:12: und das zusammen sein mit Familie, mit Freunden Erfreuen an Kleinigkeiten, das darf halt nicht in den Hintergrund rücken bei diesen vielen Anforderungen.

00:02:24: Was ich ganz gerne mache... Ich habe mich umgestellt vom Bücherlesen auf das Podcast.

00:02:29: Hören ganz im Sinne dieser Sendung sozusagen.

00:02:33: Ja einfach!

00:02:34: Das hat den Hinter Grund einfach dass So viel lese sowieso schon im Arbeitsalltag und dann ganz froh bin, dass ich nicht noch die Billetristik als Bücher lese sondern vielleicht einfach zur Ablenkung höre.

00:02:50: Jetzt habe ich viel Musik immer gemacht und hatte in meiner Zeit die UKSH Band geleitet.

00:02:57: Und jetzt habe ich aber in Würzburg nicht mehr die Zeit zum Band-Lieder, sondern hab überlegt was mache ich da?

00:03:05: Ich bin auf japanischen Trommeltanz gekommen, das Taiko spielen ist ganz spannend.

00:03:12: Jeden Mittwoch kann ich mich da so ein bisschen freitrommeln.

00:03:14: zwei Stunden lang wird er ordentlich auf die Taiko getrommelt.

00:03:18: Tolle Sache!

00:03:19: Das finde ich genial.

00:03:20: Habe ich in Japan mal richtig gehört,

00:03:22: bin ich

00:03:23: absolut fasziniert davon wahnsinn.

00:03:25: Wusste ich gar nicht dass du das machst?

00:03:27: Und tatsächlich gibt es da gar nicht so viele Stellen in Deutschland oder Vereine in Deutschland die das anbieten und da hatte ich ein bisschen Glück, dass es das in Würzburg gab.

00:03:37: Sehr gut!

00:03:39: Damit hast du fast schon meine nächste Frage beantwortet.

00:03:42: Ich frage immer nach einem besonderen Erlebnis in deiner beruflichen Laufbahn oder privates Erlebnis, welches du mit unseren Zuhörern irgendwie teilen möchtest.

00:03:51: Hast du da auch was machen?

00:03:53: Naja also gibt es natürlich vielleicht nicht unbedingt den einen Moment aber Es gibt immer wieder prägende Lebensphasen die in Bezug auf die berufliche Laufbahn dann doch mich beeindruckt und beeinflusst haben.

00:04:09: Das war zum Beispiel meine Pflegeausbildung in den neunziger Jahren als kleines Krankenhaus am Niederrhein.

00:04:15: drei prägende Jahre, weil ich dort auch eben den Wert eines guten Pflegeteams erkannt habe, kennengelernt habe und auch den Wert der interprofessionellen Zusammenarbeit schätzen gelernt hat.

00:04:25: Ich glaube das hat mein beruflichen Werdegang doch maßgeblich geprägt.

00:04:31: Später im Studium hatte ich meinen Doktor, Vater und Mentor Prof.

00:04:36: Werner Rath der mich beeindruckt hat.

00:04:38: deswegen also nicht weil wir immer einer Meinung waren ganz im Gegenteil aber er hatte mir so eine Begeisterung für die Wissenschaft vermittelt und auf mich übertragen.

00:04:47: Und prägend war glaube ich auch Die dieser Einschluss in so ne Forschungscommunity dann im Berufsleben Wenn man doch auf den Kongressen immer wieder die gleichen Leute trifft mit dem gleichen Themen, also sozusagen in seiner Blase dann auch irgendwie aufgenommen wird.

00:05:05: und hier zu nennen ist zum Beispiel die AG Gestose.

00:05:08: Das ist noch der ehemalige Verein der Forschenden für Präklamsi, der später in die AGG aufgenommen wurde und natürlich die DGPM mit allen seinen Facetten, die die deutsche Gesellschaft für Pernertale Medizin bietet und auch dem Forschungsnetzwerk Stichwort Interprofessionalität, Interdisziplinarität.

00:05:28: Da passt das nämlich genau mit rein.

00:05:29: Das haben wir glaube ich sehr gut gelebt Und das war nochmal in der Coronazeit vor allen Dingen ein paar prägende Jahre.

00:05:36: Jetzt verstehe ich noch besser warum wir uns so gut verstehen.

00:05:39: Ich habe ja auch Krankenpflegerausbildung gemacht und es hat mich unheimlich geprägt und da muss ich sehr häufig dran denken an die Zeit wo ich auch jetzt Krankenpflege noch gearbeitet hab.

00:05:48: also das ist eine Unheimlich wichtige Zeit für mich auch gewesen.

00:05:52: Absolut, ganz genau so!

00:05:55: Lass uns ins Thema einsteigen und vielleicht mal mit einem Blick zurück erst einmal starten.

00:06:01: aus deiner Sicht hat sich die Betreuung rund um die Schwangerschaft und Geburt so historisch entwickelt also insbesondere im Zusammenspiel zwischen Erhebem und Ärzten.

00:06:11: Ich greife mal auf, dass die Hebamme ja von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt ist.

00:06:18: Das war Jahr zwanzig, dreinzwanziger oder vierundzwanzig?

00:06:22: Bin nicht mehr ganz sicher.

00:06:23: War das... Ist sie als Welt-Kulturherbe sozusagen angekannt?

00:06:27: deswegen weil sie ja historisch gesehen ...die Person war, die geburten betreut hat als einer der ältesten Berufe letztlich auf der Welt.

00:06:37: Und das liegt irgendwo in der Natur, dass dieses Wissen immer von Frau zu Frau weitergegeben wurde und sich dort auch Wissen angesammelt hat.

00:06:47: Das kennen wir heute in Naturfölkern oder auch Low-Income Countries.

00:06:52: Das ist eben in den Dörfern.

00:06:54: eine Frau gibt die zuständig ist.

00:06:57: In Afrika gibt es Dörfer Da gibt es eine Frau, die ist zuständig dafür.

00:07:01: Die hat keinen medizinischen Backgrounds nicht ausgebildet aber sie ist zuständig.

00:07:05: und das ist eine, ich sag mal eine gelebte Geschichte.

00:07:12: Und dann wurde natürlich auch daraufhin schicksalhaft hingenommen in der Mangelung an medizinischen Interventionsmaßnahmen, dass Schwangerschaft und Geburt nicht ganz ohne Risiko sind.

00:07:23: Also wir kennen die Punkte, die auch die Müttersterblichkeit im Wesentlichen zu verantworten haben also die Peripatale Hämorrhagie, also schwere Blutungen, die Infektion Hypertensive Schwangerschaftserkrankungen, also das was dazugehört.

00:07:40: Das sind die drei häufigsten Gründe für die Müttersterblichkeit.

00:07:46: von der Kindersterblichkeit.

00:07:48: Früher brauchen wir ja gar nicht zu reden da kennst du dich auch noch viel besser aus und von daher hatte die Hebamme natürlich auch nur einen in der Mangelung des medizinischen Fortschritts auch einen begrenzten begrenzte Möglichkeiten.

00:08:07: Und dann kam es ja am Ende des Mittelall, dass du Beginn der Neuzeit, dazu, dass sich zunehmend das medizinische Wissen etablierte.

00:08:22: Wir kennen die Berichte von den Autopsien und der Anatomie, die sich entwickelt hat.

00:08:28: Also die Kenntnis der Anatomie.

00:08:31: Dann die Einführung letztlich der modernen Medizin, die Kriegsmedizin.

00:08:35: Daher kam das ja zu Großteilen auch und hier haben dann auch die Chirogen letztendlich den Schritt überführt in die Geburtshilfe nämlich alles was mechanisch zu lösen ist.

00:08:48: da sind die Chiron immer doch durchaus Vorreiter gewesen.

00:08:52: Und dann gab es ein Peter Chamberlain, der eigentlich ursprünglich von Frankreich war, Hugenotte ist verfolgt worden und von Frank Reich nach England ausgewandert ist.

00:09:07: Der dann die Geburtssange entwickelt hat Und damit natürlich auch ein Instrument, mit der man vielen Frauen tatsächlich geholfen hat.

00:09:18: Ja denn ich habe heute noch Geschichten gehört aus dem Low Income Countries.

00:09:25: da gibt es ja immer wieder Initiativen auch Geburtshilfende aus Deutschland die nach Afrika gehen um dort in der Entwicklungshilfe mittäglich zu sein.

00:09:37: und eine Geschichte ist mir prägend in Erinnerung dass ein Kollege mir erzählt hat, naja da war die schwangere oder gebährende über vierundzwanzig Stunden mit vollständigen Muttermund und das Kind war noch nicht draußen.

00:09:52: Und er ist dann dahin gegangen, hat die Zange genommen und hat es dann eben auch direkt auf die Welt gebracht.

00:09:58: und man sieht eben, dass solche Möglichkeiten wir wissen, dass so lange Geburtsverläufe bei eröffneten Muttermunden also Austrittsphasen ja auch eine doch nicht ganz kleines Risiko bringen.

00:10:16: Einmal Birgen, einmal für das Kind aber natürlich auch für die Mota-Stichwortperipartileblutung und auch Geburtsverletzungen

00:10:22: usw.,

00:10:23: so dass man mit dieser Zange sicherlich geholfen hat gibt noch einen deutschen jetzt aus Würzburg aus dem Juliusschutzspital in Würzborg der die Zange mit den Deutschen Schloss erfunden hat.

00:10:36: Das war alles so sechzehnte bis achzehn Jahrhundert.

00:10:41: Darf ich gleich mal zwischenfragen.

00:10:42: kurz, die Zange in Deutschland wird ja kaum noch verbindet.

00:10:44: In England noch relativ stark habe ich gehört.

00:10:47: ist das richtig?

00:10:48: Ja also wir sind ziemlich auf das Vakuum dann umgekriegen.

00:10:54: Das hat sich auch durchgesetzt aufgrund des geringeren Verletzungsrisikos gerade Bezug auf den Damm.

00:11:05: Und jetzt gibt es vielleicht nur am Rande eine neue Entwicklung, nämlich das Odon Assist.

00:11:14: Odon war ein Car-Mechaniker aus Brasilien.

00:11:20: Der hat sich dann... der hat das mal angeguckt, weil er so geboten hat gesagt wie so den Vakuum?

00:11:25: Wie so Zange oder was soll das alles?

00:11:26: und der hat so ne Kapuze entwickelt quasi so einen Säckchen Und hat gesagt, das müsste eigentlich viel besser gehen.

00:11:34: Das wird dem Kind sozusagen unter dieses Kinn geschoben und dann wird es so ein bisschen zugezogen und dann würde es etwas sanfter aus dem Geburtskanal herausgezogen.

00:11:47: Und das ist von der WHO gefördert worden, dieses Projekt und wird in Bristol entwickelt.

00:11:52: Ich komme vielleicht später auch noch mal auf Bristol zu sprechen.

00:11:55: da gibt's eine kleine Brutstätte.

00:12:01: Das wurde in Bristol entwickelt und hat jetzt auch eine CE-Zulassung.

00:12:04: Und am neunzehnten Mai kommen die zu uns, die Bristoler, und werden uns in Würzburg auch trainieren mit diesem Ohner-an-Assist.

00:12:14: Interessantes Verfahren als echte Alternative zur Vakum-Expertsung!

00:12:18: Du siehst?

00:12:19: Auch wenn er gewohnt

00:12:20: ist... Ich bin sehr spannend, weil es einige Entwicklungen gibt.

00:12:24: Also um aufs Thema zurückzukommen, du hattest ja jetzt sozusagen hingewiesen wie die Medizin immer mehr in die Hebammenkunden reingekommen ist.

00:12:34: Wenn Du das heute betrachtest würdest Du sagen, ist durch diese stärkere Medikalisierung vielleicht auch um fest verloren gegangen?

00:12:41: So jetzt kommt so ein bisschen der Punkt also zum einen es ist nicht nur die stärkeren Medikalisierungen sondern auch damit einhergehend der Transfer, der Geburt in die Klinik.

00:12:57: Wir müssen uns das ja so vorstellen.

00:12:58: Geburten fanden früher zu Hause statt.

00:13:02: Die wenigsten Frauen kamen überhaupt in die klinik zur Geburt.

00:13:05: Das waren wenn dann diejenigen, die besonders arm waren und keine Versorgung sich leisten konnten für Zuhause oder es waren sie mit dem erheblichen Problem, einem desolaten Zustand in die Klinik reingekommen sind, weil zu Hause einfach die Versorgung nicht mehr gewährleistet werden konnte.

00:13:25: Also Stichwort... Ich habe ja Geburtsakten aus der Zeit von Michaelis.

00:13:29: Michaelis ist der, der die Michaelisraute beschrieben hat hinten am... sozusagen die Hautfalte, die überm Kreuz sind und die als Merkmal der Geburzmöglichkeit gemacht hat, je nachdem wie die Raute geformt ist.

00:13:46: daher kennen Geburtshelfer Helfende und auch Hebam, den Herrn Michaelis der so... ...der Leiter der Geburtshilfe war.

00:13:57: Und diese Original-Akten aus der damaligen Zeit, die existieren noch im Landesarchiv in Schleswig und die habe ich mir alle mal zu Gemüte geführt und hab hier mal nach der damalgenden Schwangerschaftsvergiftung was wir heute präklamsie nennen Das wurde damals in der Friedis genannt oder hatte auch tausend andere Namen.

00:14:23: Da habe ich mir mal so Fälle durchgelesen und das waren natürlich die wenigsten Frauen, es waren vielleicht vierzig Frauen im Jahr, die in der Klinik geboren haben aber die kamen teilweise mit desolaten Zuständen in die Klinique rein Mit dreizehn Kampfanfällen bis sie dann irgendwann in der klinik daran letztlich auch verstarben.

00:14:43: also Es kam ein Switch, und das war glaube ich das was erkannt wurde.

00:14:49: Ein Switch dass man Geburtshilfe auch antizipierend betrachten muss.

00:14:56: Und dann eben mit dem sage mal zwanzigsten Jahrhundert Anfang des zwanziger Jahrhunderts dann auch zunehmende Erkenntnisse dass eine schwangeren Vorsorge durchaus risikoantizipierte Merkmale aufweisen kann weswegen man sagt oh das ist vielleicht jetzt doch nicht so geeignet für eine Hausgeburt.

00:15:15: Und damit hat sich eben zunehmend die Klinikgeburt etabliert.

00:15:19: in Deutschland besonders, es gab andere Länder da war das Verhältnis vielleicht anders zwischen klinik und hausgeburt.

00:15:25: aber in deutschland haben wir ja acht neunzig prozent klinic geburt.

00:15:29: das hatte sicherlich seine seine vorteine.

00:15:35: Aber natürlich kann man sich vorstellen dass die kliniken eben auch durchaus männlich dominant geleitet wurden in den fünftiger, sechziger, siebziger und achtziger Jahren.

00:15:47: Und damit vielleicht auch so eine patriarchalische Attitüde immer noch dabei war, sodass man letztlich auch die Geburtshilfe... Auch in den Unikliniken, weil die Gebortshilfen vielleicht nicht das Forschungsgebiet, das wurde ja eher durch die Onkologen dann dominiert die Wissenschaft, sodass die Geburtstilfe nicht unbedingt gerade in den Arbeitsbereichen wo man Weiterentwicklung förderte und Ausbildung fördete oder wo man zumindest diesen Anspruch hatte nämlich in den Unikliniken diese Geburtshilfe ein bisschen in den Hintergrund gerückt ist.

00:16:24: Und auf der anderen Seite gab es dann zwei Strömungen, nämlich zum einen Die Hebamme, die zunehmend auch ihren Einflussbereich in der Geburtshilfe ebenfalls also sozusagen das von den ihr Arbeitsfeld von den von den ärztlichen Kolleginnen zumindest in der Verantwortung abgenommen gesehen haben und dann gesagt haben wie können wir uns verantwortlich in Geburtshilfe einbringen.

00:16:53: Und ich glaube... Also das ist jetzt wirklich Glaube!

00:16:57: Das führte dazu dass die Hebammen gemerkt haben oh wir haben eigentlich gar keinen verantwortlichen Bereich mehr, den wir eigenverantwortlich machen können.

00:17:07: Sondern es ist immer nur in der Absprache mit ärztlichen KollegInnen und wir müssen uns hier irgendwo positionieren.

00:17:15: Und ich glaube die Hebammen haben sich In dem Zusammenhang ein eigenes Arbeitsfeld gesucht und eine eigene Attitüde wie sie schwangeren Betreuung und Geburtshilfe durchführen.

00:17:29: Das war dann natürlich eine Gegenbewegung zu dieser Medikalisierung.

00:17:32: Also ich erinnere an Erich Saling, der ja nun als Vorreiter der perinatalen Medizin und Gründungsvater der DGPM zum Beispiel die MBU in Deutschland auch wissenschaftlich dargestellt hat also er hat das ja wissenschaftliche begleitet.

00:17:49: Die Frage nach der Überwachbarkeit des FETUS.

00:17:54: Und dann erinnere ich an die Implementierung der Dopplerverfahren, des Einsatzes der Doppler-Verfahren und damit die Entwicklung des CTGs.

00:18:03: Mit der Implementierung des CTGs und der kontinuierlichen Überwachung unter Geburt kam es sehr schnell in den Achtzigerjahren auch zu juristischen Bewertungen, damit das CTG als Tool als Dokumentationsstandard im Prinzip verpflichtend war unter Geburt, um auch zu beweisen dass der Geburtshelfer die Geburthältenden sauber gearbeitet haben und eben die Asphyxie nicht verantwortet haben oder die halt vielleicht eben ja.

00:18:34: also das war letztlich ja der Grund.

00:18:36: Und das führte dann dazu das erstmalig Ein Gerichtsurteil in den Achtzigerjahren erfolgt ist, dass man im Zuge eines pathologischen CTGs hätte eine Sektion für das Kind durchführen müssen.

00:18:53: Damit natürlich eine klare Fokusverlagerung von der Mutter weg zum Kind.

00:18:58: nicht mehr die Sektio aufgrund der Mutter weil sie erschöpft ist, weil sie ein Risiko hat was blutet.

00:19:03: Weil irgendetwas gefährliches bei der Mutter ist sondern eben die Sektion aufgrund des Kindes.

00:19:08: und das hat dazu geführt dass wir im Prinzip in eine Schere kamen und diese Schere leider auch aus heutiger Sicht ohne Evidenz.

00:19:19: Das

00:19:21: ist für dich gerade Fragen, genau!

00:19:23: Das ist ja nicht richtig nachgewiesen oder?

00:19:25: Genau, das

00:19:26: CTG ist keine wirklich gute evidenzbasierte solide Grundlage zur Überwachung des Vethos.

00:19:32: Wir haben nur keine bessere sage ich jetzt mal so.

00:19:36: Aber wir wissen dass das CTg in vielen Fällen falsch positiv ist.

00:19:41: also deswegen spricht man ja auch im englischen Sprachraum nicht vom pathologischen CTG sondern von non-reassurance of fetal well being.

00:19:50: Das heißt wir wissen nicht Ob es dem Kind jetzt gut oder schlecht geht, weil das CTG uns das anzeigt.

00:19:59: Und in diesem Zusammenhang dann eben in der Konsequenz... Was machen wir da daraus?

00:20:04: Im Zweifel den Kaiserschnitt und dies in Deutschland wurde aber sehr stark aus juristischen Ängsten vorangetrieben und damit natürlich der Kaiserschritt als Mittel Also rechtfertigungsgrundlage oder als Notwendigkeit vielleicht gesehen, um im Zweifel eben zugunsten der Gesundheit von Mutter und Kind zu entscheiden.

00:20:32: Aber eben auch in Kauf zu nehmen dass man damit der Mutter letztlich den Bauch aufschneidet so eine gewisse Mobilität.

00:20:42: Und wir wissen natürlich auch, dass dieser Kaiserschnitt ja recht risikoarm erfolgen kann und es hat ja auch seine Berechtigung in vielen Fällen.

00:20:51: Aber ich glaube damit ist auch reingekommen zunehmende Entwicklung hin zu Kaiserschnitt bis auf hin dazu das der Kaiserstritt eine sehr akzeptierte Maßnahme sozusagen auf populationsbasierter Ebene ist also die Frauen ja durchaus häufig die Kaiserschnitt auch durchaus auch wünschen, also von sich aus.

00:21:10: Ganz genau!

00:21:11: Das finde ich aber faszinierend auf diese großen Unterschiede in der Häufigkeit wie häufig ein Kaiserschnitt notwendig.

00:21:19: in Anführungsstrichen ist In Deutschland wenn man sich verschiedene Kliniken anguckt zwischen irgendwie siebzen Prozent bin ich richtig im Kopf ein bisschen zu vierzig Prozent oder so beim Verweichbarer Population.

00:21:32: Ja, ganz genau.

00:21:33: Also es gibt natürlich Risikoprofile, das muss man dann adjustieren auf die Risikkoprofiere.

00:21:38: Wir haben ja in Deutschland eine Kaiserstittrate von etwa dreintausig Prozent also wirklich ein Drittel der Frauen, die einen Kaiserschnitt bekommen.

00:21:46: Die WHO sagt wahrscheinlich werden zehn Prozent notwendig sein so, zehn, fünfzehn Prozent.

00:21:54: Aber man muss klar sagen, das ist natürlich alles nicht in Stein gemeißelt.

00:21:59: Es gibt keine Quote dazu und du hast recht!

00:22:03: In der Praxis kommt es sehr darauf an wie ist das Klientel auf der einen Seite?

00:22:08: Und auf der anderen Seite, wie ist die Ausbildung?

00:22:11: und wir sind die Strukturen innerhalb einer gewohnten Klinik.

00:22:15: Wir haben dieses Ungleichgewicht zwischen Kaiserschnittraten sehr stark wahrgenommen mit der Grenzeröffnung, also der Wiedervereinigung Deutschlands.

00:22:26: Und wir haben in den Osten der Republik dann Kaiserstittraten gehabt.

00:22:33: Die waren deutlich niedriger vielleicht so fünfzehn-zwanzig Prozent und im Westen waren dann schon bei dreißig.

00:22:39: und aber wir beobachten auch ein, auch hier diesbezüglich einen Angleichen.

00:22:45: Also der Osten ist längst nicht mehr bei fünfzehn zwanzig Prozent sondern wir sind ja

00:22:51: gleich nach oben, ne?

00:22:52: Nicht nach unten.

00:22:53: Angleichend nach oben leider!

00:22:55: Ja, absolut.

00:22:58: Die Sachsen ist immer noch ziemlich gut wenn ich es richtig im Kopf habe da die sind da noch relativ niedrig um die zwanzig-zweiundzwanzig Prozent oder so.

00:23:05: Na

00:23:06: ja also da hab' ich... Ich hab die Zahlen jetzt nicht ganz im Kopf aber ich hab mir sagen lassen das würde doch sogar weiter nach oben

00:23:13: gehen.

00:23:13: Es geht hoch

00:23:15: und also somit haben wir irgendwo eine Schere.

00:23:19: auf der einen Seite diese Hightech Medizin mit fraglicher Also auch, ich sag mal fraglichen Nutzen, Stichwort CTG.

00:23:28: Auf der einen Seite schlechter Evidenz aber eben aus der juristischen Aspekte implementiert, auch über Jahre und Jahrzehnte.

00:23:40: Und auf der anderen Seite eben also die institutionalisierte Gebot Und das hat natürlich auch sein gutes gehabt, also Müttersterblichkeit und perinatale Mordteilität usw.

00:23:52: Das muss man ja nicht schlecht drehen.

00:23:53: Auf der anderen Seite eben eine gewisse... Ja ich sage schon vielleicht männliche Dominanz in der Ärzteschaft die wahrgenommen wurde zumindest auf gerade seitens der Hebamme.

00:24:07: Die sagt Moment wo ist die Frau im Fokus?

00:24:13: Wo Ist die Selbstbestimmung oder Wunsch auf Selbstbestimmung der Frau?

00:24:18: Wo ist die Unterstützung des physiologischen Prozesses, das alles wurde und auch die emotionale Sicherheit?

00:24:25: also Stichwort.

00:24:27: Hausgeburt, das sind ja die Argumente.

00:24:29: Die Befürworter der Hausgeburte immer reinbringen dass die Hausgebot durchaus eine sicherheit im emotionalen Sicherheit in bekannten Umfeld unter sozusagen auch vertrauten Personen bietet und dies durch die Kliniken natürlich nicht gegeben werden kann.

00:24:49: und ich glaube das führte letztlich dazu, dass Hebammen verständlicherweise eine Kultur entwickelt haben die so mehr in Richtung vielleicht paramedizinische Teile gehen, weil sie keinen Einfluss hatten.

00:25:02: Nicht in der Art dass Sie sozusagen die finale Verantwortung übernommen haben also keinen Einfluß hatten auf Prozesse in den Kliniken in der Weise oder sich vielleicht nicht genug gesehen wurden und viele Hebammen dann in diesem Naturheilkundlichen Bereich abgewandert sind.

00:25:22: Ich will nicht sagen Schwobelmedizin, aber das ist es eigentlich was ich meine um ehrlich zu sein.

00:25:28: Es gibt einen schönen Podcast dazu übrigens von den Quark Science Cops.

00:25:33: Hebammenhumbo k heißt der Folge siebenundachtzig.

00:25:36: Den kann man sich mal das sozusagen doch sehr gut antun um zu schauen mit welcher damaligen Attitüde die Hebammen gearbeitet haben in den Achtziger und Neunziger Jahren weit weg von Evidenz basierter Mediziner Geburtshilfe.

00:25:51: Wir werden ihn verlinken.

00:25:53: Das ist ja eine absolut spannende Rückblick, den du gegeben hast und auch so von dieser Entwicklung.

00:26:00: Wenn das aus heutiger Zeit betrachtet... Was sollten wir versuchen zurückzugewinnen im Alltag?

00:26:08: Also weg von der Medikalisierung was sollten wir versuchen zurück zu gewinnen oder zu integrieren in die Versorgung von Schwangeren und Neugeborenen?

00:26:17: Ja ich glaube zum einen muss hat jetzt Also auch durch die Akademisierung der Hebammenwissenschaften.

00:26:28: Das war schon ein Punkt, wo man sagen muss ja das hat einen Ruck in die deutsche Geburtshilfe gebracht und den ich nicht klein sondern im Gegenteil besonders hervorheben möchte.

00:26:39: Ich halte es für den richtigen Schritt und ich halte das für gut.

00:26:43: Es hatte eine lebhafte Diskussion reingebracht wie Geburtstilfe sich aufzustellen hat Und es hat auch diese Denkweise des physiologischen Geburtsprozesses und auch mehr der Unterstützung der Geburt, also alles was mit Schwangerschaftsunterstützung im Wochenbett.

00:27:06: Diese Denkweisen wieder in den Mittelpunkt gestellt und damit einhergehend hatte es noch mal Fragen aufgeworfen nämlich sicherlich dadurch das Hebammen sehr gerne Den Blick ins Ausland suchen, zum Beispiel nach England.

00:27:21: Da die Nice Guidelines sich angucken ist ein anderes Gesundheitssystem.

00:27:24: das kann man nicht übertragen und die Engländer oder die Briten haben letztlich auch nicht immer alles auf Evidenz beruht oder beruhen ihre erhandlung auch nicht immer auf die leitlinie sind Auch viel konsens dabei und da muss man also genau hingucken

00:27:43: So intensiv mit michael abo daken diskutiert dieses Thema Und

00:27:48: wir haben ein anderes gesundheitssystem das ist nicht übertragbar ja aber trotzdem Haben die hebarm damit natürlich eine diskussion reingeführt.

00:27:58: Also wenn ich jetzt die stichwort cdg überwachung nochmal aufreibe was in england durchaus kritisch betrachtet wurde, weil man dort auch die Überwachung des Fetus mit dem Hörrohr weiterhin macht.

00:28:11: Also mit dem Pinarrohr und das sagt naja wenn ich das mache da gibt es evidenzbasiert keinen unterschied zwischen den beiden verfahren.

00:28:24: ja nur muss man muss man dann natürlich sagen ja gut also es gibt Was sieht man, was sieht man daraus für Konsequenzen?

00:28:36: Das heißt wir können jetzt erstmalig auch nochmal und das merkt man in juristischen Beurteilungen mittlerweile.

00:28:43: Dass Gutachterinnen da durchaus viel mehr in diese Richtung argumentieren dass die Evidenz des CTGs eben nicht vorhanden ist um jede Aussage klar zu rechtfertigen.

00:28:58: Daraus, also jeden Rückschluss.

00:29:00: Und dass sich die Interpretation des CTGs klar und die Maßnahmen bemessen sich am Facharztstandard

00:29:06: usw.,

00:29:07: aber der Facharzstandard wird natürlich auch durch die Fachgesellschaften und durch die die Fachexperten mitbestimmt.

00:29:15: Das bedeutet im Zuge der evidenzbasierten Medizin auch durch den Evidenz die dahinter steckt Und diese Diskussionen haben Hebammen, glaube ich maßgeblich mit angeregt damit auch das CDG nochmal in Frage zu stellen.

00:29:34: In Deutschland und den Stellenwert des CDs.

00:29:37: Das bedeutet wir haben jetzt die Chance noch mal Geburtshilfe wieder etwas aus der Sicht der Physiologie zu denken und auch zu überlegen wie man die Sichtweise der Hebammen gut hier integriert, weil die Hebammen haben ja eine andere Aufgabe.

00:29:58: Die Hebammen als den Geburtsmedizinaren.

00:30:01: Da kommt gleich meine Frage.

00:30:02: Du hast die Akademisierung angesprochen von der Hebamwissenschaften.

00:30:06: Siehst du da nicht eine Gefahr?

00:30:07: Das ist ähnlich wie die Medikalisierung.

00:30:10: also auch die Akademisierung dazu führt dass diese ursprünglichen Aufgaben der Hebamm ein bisschen in Hintergrund geraten.

00:30:18: das war vielleicht in zwanzig Jahren sagen Wir sind so akademisiert, die Hebammen.

00:30:25: Dass das ursprüngliche gar nicht mehr von den Hebammenwissen nicht mehr vorhanden ist?

00:30:33: Ich glaube dass man – und das ist ja in der Medizin letztlich auch so – dass es immer Synergien gibt zwischen dem Wissen, zwischen dem theoretischen Wissen praktischen Erfahrung.

00:30:48: Also Evidenz setzt sich ja auch aus all diesen Teilen zusammen, Evidenzen fließt ja auch ein ein wenig die praktische Erfahrung, die man mit Dingen gemacht hat und also Stichwort auf Versorgungsforschung.

00:31:03: Und von daher glaube ich schon, dass es die Akademisierung eins beflügeln wird.

00:31:11: Nämlich im Gegenteil noch mal klar zu definieren was ist denn die Aufgabe der Hebamme?

00:31:16: Ich persönlich sehe die Aufgabe dieser Hebammen insbesondere in der Unterstützung physiologischer Prozesse.

00:31:22: das heißt wir sehen die Schwangere und Gebärende aus Hebammensicht jetzt einmal Erstens biopsychosozial.

00:31:32: Also ganzheitlich, wenn man das mal dieses alten Begriff heute sagt bei erbio psychosozial und vor allen Dingen auch mit dem mit den Ressourcen die sie mitbringt.

00:31:42: also ich erkenne Sie ich erkanne die ressourcen diese mit bringt.

00:31:45: Ich denke also Coping Strategien die sie hat um zum Beispiel Mit bestimmten Herausforderungen Schwierigkeiten in der Schwangerschaft klar zu werden oder auch unter Geburt klar zu werden.

00:31:57: Und da spielt das Stichwort Empowerment eine ganz große Rolle,

00:32:01: d.h.,

00:32:02: die Frauen auch entsprechend... Also das ist ja sozusagen ein Zwischending zwischen medizinischer Unterstützung aber vor allen Dingen Pädagogeschau, also Education.

00:32:13: Also Patient-Education ist da auch ein ganz großes Stichwort, die Frauen dahinzubringen, dass sie bestimmte Prozesse verstehen können besser und dann auch durch so ein Geburtsprozess, vielleicht mit mehr Selbstbestimmung und mit mehr Empowerment auch durchkommt.

00:32:35: Also Strategie entwickelt

00:32:37: das.

00:32:37: Damit hast du ja ein ganz aktuelles Thema angesprochen.

00:32:41: Die Hebammen werden teilweise auch als Bindeglied zwischen Medizin- und psychosozialer Betreuung beschrieben.

00:32:48: also diese psychosociale Unterstützung, biopsychosoziale Unterstützung Was denkst du, was können die leisten?

00:32:59: Was andere Berufsgruppen nicht leisten können.

00:33:02: Die Hebammen...

00:33:03: Ja!

00:33:04: Was die Hebammen ja ausmacht.

00:33:07: also da sind wir leider in Deutschland auch wieder ein bisschen von abgerückt aufgrund eben sag ich mal der Strukturen, der gewurzschildlichen Strukturen die sich über Jahrzehnte etabliert haben.

00:33:19: aber was die Hebamme eigentlich ausmach ist dass sie eine kontinuierliche Unterstützung bringen, also von Schwangerschaftsvorsorge über die Geburt bis ins Wochenbett der Schwangeren und Geberne und Wöchnerinnen.

00:33:40: Eine vertrauensperson, eine professionelle hochspezialisierte Vertrauenspersone darstellen.

00:33:46: Das heißt diese Kontinuität wäre eigentlich genau das was ja wünschenswert wäre um um sozusagen in einer vertrauten Umgebung der Frau die Möglichkeit zu geben, nicht nur die Schwangerschaft zu durchleben sondern nachher auch geburten Wochenbett.

00:34:04: Und was sind das?

00:34:05: Sind es die Hebammen oder ist es diese individuelle personalisierte Betreuung, die das ausmacht also in einer Person stecken Oder ist es die Struktur der Hebammen, die so eine Kontinuität gewährleisten können?

00:34:22: Das ist eine sehr gute Frage.

00:34:24: Letztlich ist es ja irgendwo beides, ich würde sagen schön wäre natürlich wenn wir das irgendwo auf einer individuellen Person die Hebamme hätten, damit auch eine Vertrauensebene aufgebaut haben um die Frau Maxima zu unterstützen und ihr Gesamtumfeld zu betrachten.

00:34:45: also wie sieht die familiäre Situation aus?

00:34:49: Das weiß sie dann schon vorher, und dann kann es ihr Idee her auch entsprechend darauf eingehen.

00:34:54: Und da auch psychosozial unterstützen.

00:35:00: Auf der anderen Seite klar kann man sich natürlich so organisieren in irgendeiner Weise das ist eben nicht auf einer Einzelperson hängen bleibt sondern dass es eine Gruppe bestimmter Hebammen ist die kontinuierlichen Betreuungsprozess ineinander organisieren, für sich organisieren.

00:35:23: Aber ich glaube das sind tatsächlich regional... Das muss man dann auf regionaler Ebene runterbrechen.

00:35:27: was ist möglich?

00:35:30: Wo stehen wir jetzt gerade in unserem Versorgungskonzept auf regionalen Ebene und wo wollen wir uns da hin entwickeln?

00:35:38: Unser Thema ist ja diese interprofessionelle Zusammenarbeit, wo man sozusagen die Rollen der einzelnen Berufsgruppe klar definieren muss und wie sie zusammenarbeiten.

00:35:47: Und das haben wir jetzt so ein bisschen rausgekristallisiert sich jetzt.

00:35:52: Denkst du oder kennst du Beispiele, wo diese inter professionelle Zusammen Arbeit regional besonders gut funktioniert?

00:35:59: Oder Modelle, wo es besonders gut?

00:36:02: Ja, es sind ja verschiedene Player die im geburtshilflichen Setting eigentlich aufeinandertreffen.

00:36:10: Das sind also natürlich die Hebamme das sind ja auch aber ich sag mal Pflegekräfte auch auf der Neo.

00:36:17: Das ist Psychologie, also Psycholog in einem Sozialdienst Baby Lodz in einen Stillberatung und natürlich Ärzte in den Ärzten verschiedener Fachbereiche alle hoch spezialisiert Und dann gibt es letztlich ja auch zwei Ebenen darin.

00:36:36: Also wie funktioniert das in der Klinik?

00:36:37: So sind wir heute organisiert und wie funktioniert dass sozusagen intersektoral?

00:36:41: also diese Frage sozusagen der interprofessionellen Zusammenarbeit, wie sich das regional organisiert hat ist schwierig vielfältig wenn ich das mal in kleine Beispiele gebe.

00:36:58: letztlich für den Kreisallbereich.

00:37:00: Da muss man sagen, gibt es natürlich gute Ansätze wie man sich auf seiner Ebene interprofessionell gut organisiert oder zusammenarbeitet und ich kann da natürlich nur sagen... Also ich persönlich habe eben ja auch immer eine sehr wertschätzende, also die Arbeit im Kreis halt immer als wertschätzendes, gegenseitig Wertschestes miteinander erlebt.

00:37:26: Die interprofessionelle Zusammenarbeit mit Neonatologie und Anästhesie, den Hebammen sowieso... Und ich glaube da fängt letztlich Also das gute Beispiel der Interprofessionellität ja an und das wird schon im Kreiser gelebt.

00:37:49: Es gibt sicherlich Punkte, die für eine gute Zusammenarbeit dann sprechen.

00:37:53: Das ist gemeinsame Zielvorstellung also zum Wohle von Mutter und Kind.

00:37:57: Das is ne klare Rollverteilung, die es unterstützt, definiertes Aufgabenfeld wer macht was?

00:38:05: Das sind Punkte, in der interprofessionellen Zusammenarbeit für, sag ich mal den Reibungsverlust, der immer entsteht aufgrund der verschiedenen heterogen Akteure.

00:38:22: In einem solchen Kontext Kleinheld ist eine strukturierte Kommunikation das sind Aufheben der Kommunikations-Hierarchie.

00:38:34: also jeder soll sich auch melden können und sagen, ich habe das beobachtet.

00:38:40: Und dann wird diese Person natürlich gehört oder muss gehört werden und zwar egal wo sie in der Verantwortungsherarchie steht weil das sind alles wichtige Informationen und wer das anerkennt im Team ist als Teamplayer.

00:38:57: Das sind die Beispiele der guten interprofessionellen Zusammenarbeit.

00:39:04: Sicherlich spielt da eine Rolle feste Teams zu haben, das würde das beflügeln.

00:39:10: Da spielt eine Rolle, dass auch das vorgelebt wird seitens der leitenden Personen und es spielt eine Role auf ne Fehler Kultur.

00:39:21: Das sind alles Punkte die sozusagen eine gute interprofessionelle Zusammenarbeit ermöglichen Fördert und oder wie dies gefördert wird, das ist insbesondere im Rahmen von zum Beispiel gemeinsam Team Trainings.

00:39:39: Und da darf ich jetzt zum Beispiel... Jetzt komme ich nochmal auf Bristol zu sprechen an das Prompt Training.

00:39:47: Kann ich da aufgreifen?

00:39:49: Also es ist letztlich ein Training dass sich aus genau diesen interprofessionellen Team-Membern im Kreiszeit zusammensetzt, um in Notfallsituationen entsprechend gut zu agieren.

00:40:02: Da geht es insbesondere um die Kommunikation und die Rollenverteilung im Team und das auch jeder in seiner Rolle auch entsprechend ist.

00:40:09: Da ist eben die Hebamme dabei, die Geburtsätende, die Neonatalogin, die Anesthesistin, Rollen oder Szenarien durch Leben, durch Arbeiten um diese Kommunikation untereinander gut zu trainieren und auch die Aufgabenverteilung gut zu Trainieren.

00:40:35: Und Vorreiter des Ganzen war... Oder der das jetzt maßgeblich mit nach vorne gebracht hat, war Timmy Dracot aus Bristol, der leider im letzten Jahr verstorben ist Und der hat dieses Prom-Training in Großbritannien etabliert, sehr schöne Sache.

00:40:58: Es gibt auch andere, es gibt ja auch Simulationstrainingen die anders gelagert sind.

00:41:02: aber ich glaube dies alles führt... sind vorbildliche Beispiele wie man Interprofessionalität gut miteinander leben kann.

00:41:11: Oli damit hast du so ein bisschen schon den Ausblick gegeben wie es eigentlich aussehen sollte diese interprofessionale Zusammenarbeit wie man das Ganze auch trainieren kann.

00:41:20: Jetzt ein bisschen eine provokative Frage.

00:41:22: In Deutschland ist ja der Hebamme geleitete Kreißer, gerade Strukturen definiert worden für den Hebammm-geleiteten Kreißern.

00:41:29: Ist es nicht eigentlich im Rückschritt gegenüber dieser interprofessionellen Zusammenarbeit?

00:41:35: Ja ich finde das schwierig um ehrlich zu sein.

00:41:38: Ich bin ja auch überzeugt davon dass für die Schwangere, für die Gebärende besser ist wenn verschiedene Akteure mit unterschiedlichen Kameraperspektiven ihren Einfluss auch geltend machen können bei einer Gebot.

00:41:59: Und der Hebamme geleitete Kreissaal bringt das Ganze letztlich in eine monoprofessionelle Ebene zurück und meiner Meinung nach sehr klare, definierte Grenzen haben.

00:42:16: Also ich sage mal letztlich ist ja das was wir im interprofessionellen Kreis sein machen ebenfalls in wesentlichen Teilen monoprofessionell weil die Hebamme als die Hauptperson in der Betreuung und Unterstützung unter Geburt dann diesen gesamten Prozess eigenverantwortlich begleitet bis zu dem Punkt, wo sie eine Pathologie erkennt und damit die Arzt hinzuziehungspflicht hat.

00:42:50: Und damit ein Gebot in einen ärztlichen Setting auch im interprofessionellen Kreis.

00:42:58: So wird es ja gelebt überführt oder übernommen wird.

00:43:03: jetzt muss ich ja zugeben dass wir letztlich ja schon so ein bisschen angesprochen oder angekratzt das thema dass wir in der geburtshilfe in den vergangenen jahrzehnten ärztlichen Setting, einen hohen Nachholbedarf hat.

00:43:21: Auch an Ausbildung auch an Evidenz das ich natürlich hier auch juristische Zwänge aufgetan haben in Richtung wir machen CTG Überwachung und wir müssen reagieren aufs CTG.

00:43:33: und ich sage mal ich kenne die Situation dass jeder jede geburtshelfende Person dann an irgendeinem Punkt sagt oh ich weiß nicht genau Ich bin in der Unsicherheit ich mache jetzt lieber mal den Kaiser Und im Zweifel, das erlebe ich an manchen Stellen auch inflationär dann den Notkaiserschlätz.

00:43:53: Der ja nun wirklich auch traumatisierend sein kann und wo man sich vielleicht auch als erfahrener Geburtshelfer im Hinterher fragt oh warum hat diese Person... Warum hat die diese Kollegin dieser Kollege das so entschieden?

00:44:08: Ich habe sehe das hier gar nicht so!

00:44:12: Zweifelt man eben doch an die Ausbildungsstruktur.

00:44:15: So, das ist wahrscheinlich ein Punkt warum man letztlich also diese Erwärmung ist geschaffen und in diesem Setting aus dieser Situation herauszukommen.

00:44:32: Das funktioniert entweder dadurch dass man Ärztinnen und Ärzte besser trainiert und das wäre zu sein mein Ansatzpunkt und Wunsch Oder man verlagert

00:44:45: dieses geburtstilfliche

00:44:46: Setting juristisch aus dieser Zwidmühle heraus.

00:44:50: Und das ist der Ansatzpunkt, muss man fairerweise sagen, der Hebamme.

00:44:53: Ja und da musste ich ein Haus also eine Klinik aufstellen... Also die Geburtshilfe, also dieser Geburtshebarm geleitete Kreißsaal soll ja in einem Kliniksetting sein?

00:45:07: Sonst hätten wir ja auch ein Geburtshaus.

00:45:10: Kann man auch noch mal drüber sprechen, vielleicht neuer Podcast-Thema Geburtstag?

00:45:15: Aber eben... Es soll in einem Kliniksetting sein.

00:45:22: Da gibt es juristische Hürden der Verantwortung.

00:45:26: aber ich glaube dadurch dass jetzt der GBA hier eine Richtlinie rausgebracht hat, hat er damit auch eine juristisch Klarheit für eine gewisse juristische Klarheit gesorgt, nämlich die Verantwortung auf die Erklarung bei der Hebamme zu sehen in der Geburt.

00:45:47: Die finale Verantwortung hat letztlich der ärztliche Direktor einer Klinik.

00:45:51: Das muss man natürlich auch sehen.

00:45:52: also das heißt die Strukturen müssen gut aufgebaut sein.

00:45:55: aber eine Geburt in einem Hebammenkreissaal wird wahrscheinlich auch juristisch anhand der Kriterien, die Hebamme bewertet und nicht an der ärztlichen Kriterie.

00:46:10: So könnte ich mir das vorstellen.

00:46:11: Wahrscheinlich

00:46:12: ist es wie so häufig in einer Medizin, dass Pendel schlägt in das eine extreme oder das andere extreme und irgendwo ist die Wahrheit dazwischen wieder einmal... wahrscheinlich würde man in zwanzig Jahren sehen wir müssen vieles aus dem Hebamm geleiteten Kreise den Normalen reinbringen und dann haben wir einen interprofessionellen Kreise, das ja wünschenswert wäre.

00:46:33: Ja oder eben, ich sage mal man kann es ja auch so machen das schlägt der Holger Maul ja immer vor dass man eben ein großes Perinatalzentrum mit drei Etagen hat.

00:46:43: Nämlich unten untere etage hebam geleitete Kreissaal mit klar definierten Abläufen und klar definierte Abbruchkriterien und Überleitungskriterien.

00:46:56: dann in die nächste Etage, nämlich da wo sage ich mal der Geburtshilfende und die Anästhesie und vielleicht die Pediatrie als kleine Gruppe.

00:47:07: Als diese Vierergruppe mit den Hebammen zusammenarbeiten also eher professionell aus Kreißsaal Und dann darüber die letzte oberste Etage.

00:47:16: das ist dann die mit der komplexen Versorgung Das sind die Frühgeborenen, das sind die fetalschirurgischen oder auch kinderschirurgische Eingriffe und so weiter.

00:47:25: Also diese ganzen Sachen oder die High-Risk Schwangere mit der komplexen internistischen Grunderkrankung usw.

00:47:32: Und in seinem Modell kann natürlich auch ein Switch passieren also dass man eine Grundversorgung durch die Hebamme hat und die Hebammel merkt jetzt habe ich einen Abbruchkriterium dann geht es in den interprofessionellen Kreissaal.

00:47:46: Und im interprofessionellen Kreisaal wird das Ganze nochmal behoben und nochmal reevaluiert, und man merkt die Geburt verläuft ja doch physiologisch oder man hat es wieder in einen physiologischen Bereich zurückbekommen.

00:48:00: also einfach von selbst natürlich in der Regel.

00:48:03: dann kommt sie auch wieder zurückgestuft werden in dem Nebarm-Kreise.

00:48:05: Also dieses Wechselspiel muss sehr gut koordiniert sein.

00:48:11: Bei jedem guten Podcast kommt an dieser Stelle Werbung.

00:48:15: Doch die Arbeit der deutschen Stiftung Krankenneugeborene ist produktneutral.

00:48:20: Um unser Angebot auch in Zukunft aufrechtzuerhalten oder sogar zu erweitern, sind wir aber auf ihre Unterstützung angewiesen.

00:48:27: Denn die Arbeit des DSKN ist nur durch Ehrenamt und ihre Spende möglich.

00:48:33: Daher erfolgt an dieser stelle eine Reklame für die DSKM.

00:48:37: mit dem Neocast der Viertunierentalen Akademie Und dem DSK Update bieten wir Weiterbildung auf höchstem Niveau.

00:48:45: Das Neo Diary und Früh-Signale App gibt Unterstützung für Eltern von früh

00:48:51: und klingen Neugebunden.

00:48:53: Mit unseren Förderprojekten ermöglichen mir kleine Forschungsprojekte Letztlich ist der Roland Wauer Wort und das Bioethik Projekt eine wichtige Investition in die Zukunft.

00:49:05: Renn Ihnen jeder Podcast ein Euro wert sein sollte.

00:49:09: Dann würden wir einige Projekte neu auflegen können.

00:49:14: Daher meine Bitte an dieser Stelle, an Sie unterstützen sie unsere Arbeit!

00:49:18: Und wenn Sie noch Zweifel haben, fragen Sie Ihren Arzt oder die Eltern früh gewonnen.

00:49:23: Vielen Dank!

00:49:24: Olli.

00:49:25: ich frage ja immer nach einer Literatur, die jemand mitgebracht hat.

00:49:27: bei dir weiß ich schon dass du was zu diesem interprofessionellen Training vom BREAKOM mitgebracht hast.

00:49:33: Was ist das Besondere der Publikation?

00:49:36: Ja, also eben gar nicht mal so sehr der Publikation, sondern der Geist, der dahintersteckt.

00:49:42: Also Timmy Dracot war letztes Jahr gestorben.

00:49:46: Er hat ihn auch sehr unverhofft im Dezember, glaube ich, um zwanzig und er hat ihm die Gewohnshilfe maßgeblich geprägt.

00:49:55: Nicht nur in Großbritannien, sondern international mit diesem Promptraining.

00:50:04: Und dieses steht einfach exemplarisch für den Geist, dass man eben diese interprofessionäreität auch trainiert.

00:50:16: Die Zusammenarbeit trainiert, Abläufe klar strukturiert, Kommunikation klar strukturiert.

00:50:22: also Stichwort closed loop communication das man also auch immer wieder sich rückversichert und guckt.

00:50:32: hat der andere Verstanden, was ich jetzt gerade gesagt habe.

00:50:37: Habe ich den Blickkontakt zum anderen gehabt?

00:50:39: Dass sich weiß in dieser kritischen geburtssichtlichen Situation... ...weiß jeder seine Aufgabe und das, was Timmy Dracot letztlich immer betont hat ist eben genau dieser interprofessionelle Aspekt.

00:50:58: Es gehören in den Kreisseilen, in den Interprofessionellenkreisseil immer drei, immer vier also drei ärztliche Disziplinen und der interprofessionelle Anteil noch die Hebamme.

00:51:09: Also über vier Player, vier Akteuren, Akteure, die dort klar auf Augenhöhe in einer wertschützenden Art und Weise miteinander zusammenarbeiten.

00:51:23: eben die Hebamme, das ist der Geburtstagende Person.

00:51:26: Das ist die Neonatologin Pediatri und die Anästhesie dabei.

00:51:34: Und diese Attitüde hat ihr besonders geprägt und deswegen habe ich mir erlaubt eine seiner letzten Publikationen hier dazu mal herauszugreifen oder einer sei nicht das war es nicht die letzte aber die dir dann auch selber verantwortet hatte.

00:51:49: danach haben sie für ihn andere gemacht nachdem man das System etablierte Und den Nachruf, der im British Medical Journal zu ihm jetzt gerade kurz nicht erschienen ist.

00:52:01: Ja in seinen Gedenken.

00:52:03: Sehr gut!

00:52:04: Wir werden zwar linken die Zuhörerinnen und Zähler finden.

00:52:08: Vielen Dank für die Literaturstelle.

00:52:10: da kann man sich immer ein bisschen vertieft noch in die Thematik einlesen.

00:52:16: Das war eine dreiviertel Stunde diese sehr spannende Einblicke in dieser interprofessionelle Zusammenarbeit.

00:52:22: zum Abschluss noch meine Standardfrage, so die Take-Home Message.

00:52:27: Was wünschst du dir persönlich für die nächste Generation von Hebammen und Ärzten?

00:52:33: Oder das kannst du mit auf den Weg geben für unsere Zuhörerinnen, die jetzt noch am Anfang ihrer Ausbildung stehen und was ihr denen wünscht?

00:52:42: Also zum einen glaube ich alle Akteure an einem Tisch.

00:52:45: Das ist glaube ich nochmal eine ganz klare Message nämlich auch um eben genau... auch regionaler, also im Kreißsaal aber auch auf regionaler und überregionaler Ebene Versorgung zu erarbeiten oder klare Strukturen Zuständigkeiten zu er arbeiten.

00:53:03: Da haben wir glaube ich in Deutschland noch einen Nachholbedarf auch im intersektoralen Bereich.

00:53:10: Schaffung von Synergie übrigens der kommende Kongress der DGPM, der Deutschen Gesellschaft für Pernateil Medizin wird im Dezember genau unter diesem Motto stehen.

00:53:23: Wir wünschen uns hier auch die Einbeziehung aller Akteureinnen in diesen Kongress mit entsprechend ihren Perspektiven, also auch die einbeziehungen der in den perinatalen Zentren arbeitenden Hebamme explizit dort mit reinzubringen.

00:53:41: und ich glaube, dass es auch ganz wichtig wäre hier vielleicht die auch die Neoflege zu integrieren.

00:53:48: Die auch ihre Blickwinkel auf Perinatalmedizin haben.

00:53:55: Ich wünsche mir das wir den Geist der jetzt gerade entstanden ist mehr Diskussion Auch Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Berufsgruppen, auch wenn das manchmal unbequem ist.

00:54:08: Dass wir das aber weiterführen durch Barrieren schneiden Mit einem gemeinsamen Ziel also Sicherheit von Mutter und Kind.

00:54:17: Ich wünsche mir für die nächste Generation, dass sie Möglichkeiten hat mehr geschützte Zeiten im Arbeitsalltag Für strukturierte interprofessionelle Aus- und Weiterbildung.

00:54:32: Ich denke da eben auch an diese Synergien zwischen Hebammen Studierenden und nicht den Medizinstudierenden.

00:54:42: Das ist eigentlich nicht die Zielgruppe, sondern in der Weiterbildung befindlichen AssistentInnen – in der Geburtshilfe vielleicht aber auch in der Neonatologie.

00:54:53: Das sind eigentlich die Zielgruppe mit den Hebammen, Hebammen-Studierenden gemeinsam meiner Meinung nach trainieren können und sollten.

00:55:00: Und ich wünsche mir auch, dass gerade in diesem Bereich... also wir investieren unglaublich viel in die Hebammausbildung grade.

00:55:09: Das ist richtig so!

00:55:10: Das ist gut so!

00:55:11: Der Studiengang ist extrem komplex mit sehr viel Teaching-Aufwand, also pädagogischem Aufwand.

00:55:18: Ich wünschte mir eigentlich die gleichen Ressourcen für die ärztlichen KollegInnen.

00:55:27: Wie erleben wir Weiterbildung im linnischen Alltag?

00:55:30: Wir erleben es so, dass alle unter Zeitdruck sind.

00:55:33: Dass unsere Assistentinnen unter Zeit druck sind, den verwaltungstechnischen Rahmen zu machen und die Briefe zu schreiben.

00:55:45: Wir haben einen hohen Umsatz.

00:55:47: Es ist einmal eine Frau nach Geburt.

00:55:50: Liegt zwei, drei Tage vielleicht dort?

00:55:51: Das heißt also wir haben einen hohen Umsatz auf den geburtshilftlichen Stationen.

00:55:55: da muss schnell gearbeitet werden.

00:55:57: Da müssen die Strukturen entsprechend nicht so dass wir den den Kolleginnen genug Zeit für ihre ärztliche Weiterbindung schaffen.

00:56:06: das muss man wirklich sagen und da wünsche ich mir dann wird.

00:56:10: das würde ich mir wünschen.

00:56:13: Das wäre noch ein weiteres Thema für einen anderen Clubcast.

00:56:16: Und vielleicht zum Abschluss, was würdest du sagen?

00:56:19: Vielleicht einfach sozusagen meinen Ratschlag oder sowas... oder das, was ich meinen jungen KollegInnen gerne auf dem Weg mitgebe es wirklich die Lebenszeit zu nutzen.

00:56:32: Wir verbringen eigentlich viel zu viel Zeit am Händchen und sonst womit irgendwelche Sachen.

00:56:37: Sollen Lebenszeit nutzen um sich persönlich und fachlich weiterzuentwickeln, um... egal welche Krisen noch kommen werden.

00:56:46: Wir sind ja im Moment in einer sehr interessanten krisenbehafteten Zeit aber eben dieses Wissen was man sich selbst aneignet das kann einem auch keiner mehr nehmen.

00:56:56: also nutzt eure Lebenszeit!

00:56:59: Das wäre vielleicht noch mein kleiner Advice

00:57:03: unter anderem um ein Podcast zu hören indem sie ruhig.

00:57:07: ich danke dir

00:57:09: Sehr gerne Mario.

00:57:11: Das war ja wieder der Neocast der DSKN, Deutsche Stiftung, Krankenheugeborene in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für perinatale Medizin.

00:57:21: Diesmal zu dem Thema wie gute Zusammenarbeit im Kreis hat

00:57:24: funktioniert mit

00:57:25: Oli Pex aus Brutzburg.

00:57:27: Falls Ihnen der Podcast gefallen hat unterstützt Ihr die Arbeit der DSkN mit einer Spende.

00:57:32: Haben Sie Fragen oder Anregungen zum Neocasten?

00:57:34: So melden sie sich gerne bei uns!

00:57:36: Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und verbleibe bis zum nächsten

00:57:39: Mal.

00:57:40: Ihr Mario Rüdiger.

00:57:53: Der Podcast dient ausschließlich der neutralen Informationen, Fortbildung und Unterhaltung.

00:57:58: Er ersetzt nicht die fachliche Beratung durch ein Arzt oder Apotheker und darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose- und Beginnänderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden.

00:58:08: Die Inhalte dieses Podcasts spiegeln die persönlichen Meinung des Moderators und seiner Gäste wieder.

00:58:13: Die Referenden verwenden große Sorgfalt darauf den aktuellen Wissenstand zu präsentieren.

00:58:18: Wie jede andere Wissenschaft unterliegt auch die Neonatologie ständige Entwicklungen.

00:58:22: Änderungen sind vorbehalten.

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